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    Migration von Legacy-Systemen hin zu Low Code

    Altsysteme sind noch bei einigen Unternehmen in Betrieb. Doch früher oder später führt an einer Migration zu einer modernen Low-Code-Plattform kein Weg vorbei.

    Migration von Legacy-Systemen hin zu Low Code

    Legacy-Systeme (alte Software) sind Apps und Systeme, die ihren Zenit überschritten haben. Gründe, warum Unternehmen diese weiterhin verwenden, gibt es viele. Doch die Risiken, die mit veralteter Technologie einhergehen, werden häufig unterschätzt – und die Vorteile moderner Alternativen sind größer als je zuvor.

    Macht der Gewohnheit

    Manche denken womöglich, „Das System macht noch, was es soll." oder sie fürchten sich vor einem kostspieligen Umstieg. Andere sind vielleicht einfach zu sehr an das alte System gewöhnt. In vielen Fällen fehlt auch das interne Know-how, um eine Migration zu planen und durchzuführen. Hinzu kommt die Angst vor Betriebsunterbrechungen während der Umstellung.

    Probleme mit Legacy-Systemen

    Veraltete Systeme müssen häufiger gewartet werden, können Sicherheitslücken aufweisen und sind oft nicht mit der DSGVO vereinbar. Außerdem ist der Umgang mit dem Legacy-System eine unnötige Herausforderung für junge IT-Fachkräfte.

    Darüber hinaus lassen sich Legacy-Systeme kaum in moderne Cloud-Infrastrukturen integrieren. Schnittstellen zu aktuellen Tools wie Microsoft 365, Teams oder Power BI fehlen häufig komplett. Das führt zu Datensilos, manuellen Workarounds und ineffizienten Prozessen, die wertvolle Arbeitszeit kosten.

    Die versteckten Kosten alter Systeme

    Viele Unternehmen unterschätzen die tatsächlichen Kosten ihrer Legacy-Systeme. Neben den offensichtlichen Wartungskosten gibt es zahlreiche versteckte Ausgaben: Spezialisten für veraltete Programmiersprachen werden immer seltener und teurer, Compliance-Anpassungen erfordern aufwendige manuelle Eingriffe, und die fehlende Skalierbarkeit bremst das Unternehmenswachstum.

    Eine Studie von Deloitte zeigt, dass Unternehmen durchschnittlich 60–80 % ihres IT-Budgets für die Wartung bestehender Systeme ausgeben – statt in Innovation zu investieren. Low-Code-Plattformen können dieses Verhältnis grundlegend umkehren.

    Lösung: Low-Code Plattformen

    Low-Code-Plattformen ermöglichen schnelle App-Entwicklung, Kosteneinsparungen und die Einbindung von Fachkräften aus dem eigenen Unternehmen in die Entwicklung. Statt monatelanger Entwicklungszyklen können funktionierende Prototypen in wenigen Tagen erstellt werden.

    Der entscheidende Vorteil: Fachabteilungen können aktiv an der Entwicklung mitwirken. Sie kennen die Prozesse am besten und können mit Low-Code-Tools direkt Lösungen bauen, die exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Das reduziert Abstimmungsaufwände und beschleunigt die Time-to-Value erheblich.

    Vorgehensmodell für eine erfolgreiche Migration

    Eine strukturierte Migration folgt idealerweise einem bewährten Stufenmodell:

    1. Bestandsaufnahme: Alle Legacy-Anwendungen werden inventarisiert und nach Kritikalität, Nutzungshäufigkeit und Ablösbarkeit bewertet.
    2. Priorisierung: Quick Wins werden identifiziert – Anwendungen, die mit geringem Aufwand auf Low-Code migriert werden können und sofort spürbaren Mehrwert liefern.
    3. Proof of Concept: Ein ausgewählter Prozess wird als Pilotprojekt auf der Low-Code-Plattform umgesetzt, um das Vorgehen zu validieren.
    4. Schrittweise Migration: Nach erfolgreichem PoC werden weitere Anwendungen sukzessive migriert, während das Altsystem parallel weiterläuft.
    5. Schulung und Change Management: Mitarbeitende werden frühzeitig einbezogen und geschult, um die Akzeptanz der neuen Lösung sicherzustellen.

    Sanfter Umstieg

    Eine Migration kann schrittweise erfolgen. Während die neue Umgebung entwickelt wird, läuft das Altsystem weiter. Es ist auch möglich, nur Teile des Legacy-Systems zu modernisieren und per Low-Code Erweiterungen zu bauen.

    Dieser hybride Ansatz minimiert Risiken und ermöglicht es, erste Erfolge schnell sichtbar zu machen. Teams gewöhnen sich schrittweise an die neue Arbeitsweise, während geschäftskritische Prozesse jederzeit stabil bleiben.

    Praxisbeispiel: Vom Excel-Chaos zur Power App

    Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen verwaltete seine Qualitätsprüfungen über ein Geflecht aus Excel-Tabellen und einem 15 Jahre alten Access-System. Fehlerhafte Dateneingaben, fehlende Versionierung und mangelnde Transparenz waren an der Tagesordnung.

    Innerhalb von sechs Wochen wurde mit Microsoft PowerApps eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt: mobile Erfassung direkt an der Produktionslinie, automatische Benachrichtigungen bei Grenzwertüberschreitungen und ein Echtzeit-Dashboard in Power BI. Die Fehlerquote sank um 40 %, die Durchlaufzeit der Prüfberichte verkürzte sich von drei Tagen auf wenige Stunden.

    Microsoft PowerApps

    Wir von AONIC setzen vor allem auf Microsoft PowerApps. Damit können Apps für individuelle Geschäftsprozesse erstellt oder existierende Apps angepasst werden. Dank dem einfachen Point-and-Click-Verfahren ist die App-Entwicklung intuitiv und simpel.

    PowerApps ist Teil der Microsoft Power Platform und lässt sich nahtlos mit SharePoint, Dynamics 365, Teams und über 1.000 weiteren Konnektoren verbinden. So entstehen durchgängige digitale Workflows, die bestehende Investitionen in die Microsoft-Infrastruktur optimal nutzen.

    AONIC bietet Beratungen und Lösungen

    Wir beraten Sie gerne rund um das Thema Migration von Legacy-Systemen hin zu PowerApps. In unseren Schulungen lernen Ihre Mitarbeitenden den Umgang mit PowerApps und wie bestehende Lösungen optimiert werden.

    Von der ersten Bestandsaufnahme über die Entwicklung einer Migrationsstrategie bis hin zur Umsetzung und Schulung begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess. Unser Ziel: Ihre IT-Landschaft zukunftssicher machen und gleichzeitig die Produktivität Ihrer Teams steigern.

    Fazit

    Die Migration von Legacy-Systemen zu Low-Code-Plattformen ist kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit. Unternehmen, die den Umstieg wagen, profitieren von niedrigeren Betriebskosten, höherer Agilität und zufriedeneren Mitarbeitenden. Der Schlüssel liegt in einem strukturierten Vorgehen und einem erfahrenen Partner an der Seite – genau das bietet AONIC.

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